THE EVOLUTION OF SPEED

Die Panigale V4 22 repräsentiert den jüngsten Schritt bei der Entwicklung der Ducati Superbikes. Das Motorrad profitiert von der langjährigen Erfahrung von Ducati Corse und dem kontinuierlichen Transfer von Wissen und Technologien aus der Welt des Rennsports direkt in die Serienproduktion. Dieses neue Projekt drückt die Einzigartigkeit der Marke aus, die zum zweiten Mal hintereinander den Konstrukteurstitel in der MotoGP gewann. Jedes einzelne Element, das im Rennsport entwickelt wurde, wird auf die Motorräder übertragen, die Ducati für seine Enthusiasten baut. Aus diesem Grund wird die Panigale V4 ständig erneuert und verbessert, genau wie die Motorräder in der MotoGP und in der WorldSBK. 

Mit der Version 2022 vollendet das Projekt Panigale V4 die bedeutendste Entwicklung seit seiner Entstehung. Die Verbesserungen betreffen alle Bereiche: Aerodynamik, Ergonomie, Motor, Fahrwerk und Elektronik. Das Ergebnis ist ein noch schnelleres Motorrad auf der Rennstrecke und gleichzeitig ein intuitiveres und weniger ermüdendes Motorrad für eine Vielzahl von Fahrern. Kurz gesagt, es sorgt sowohl bei Profis wie auch bei Amateuren für ein großartiges Fahrerlebnis. 

Diese exklusiven Eigenschaften wurden durch einen speziellen Test auf der Rennstrecke von Vallelunga in Italien bestätigt. Die Panigale V4 S 2021 und die Version 2022, die beide mit Pirelli SC1-Reifen ausgestattet waren, standen im Mittelpunkt des Tests, der von zwei Testfahrern sowie Profi Michele Pirro (Ducatis offizieller Testfahrer) durchgeführt wurde. Am Ende des Tages verbesserte der erste Testfahrer seine beste Runde auf der neuen Panigale V4 S 2022 um 0,9 Sekunden, der zweite um 1,2 Sekunden, während Michele Pirro um eine halbe Sekunde schneller war. Auf seine schnellste Rundenzeit beim ersten Lauf zur Italienischen Superbike-Meisterschaft in Vallelunga verlor er lediglich drei Sekunden. Noch beeindruckender wird diese Leistung, wenn man bedenkt, dass er beim Renneinsatz den extraweichen SCX-Reifen verwendete, der mehr Haftung bietet.

 

DAS IST NEU

Bei den 2023er-Versionen der Panigale V4 Modellreihe besteht der Schritt nach vorn in der Einführung eines aktualisierten Elektronikpakets, das das Fahrgefühl und die Performance auf der Rennstrecke noch weiter verbessert. Diese Updates werden auch für alle Panigale V4 Modelle 2022 durch einen einfachen Eingriff verfügbar sein.

EBC EVO2

Optimiert in jedem Gang

Das EBC EVO 2 System unterstützt den Fahrer dabei, das Motorrad auch bei extremen Bremsmanövern am Kurveneingang zu stabilisieren. Das gelingt, indem das Motorbremsmoment, die Kraft die vom Motor beim Bremsen auf das Hinterrad wirkt, reguliert wird. Die Version EVO 2,...

DQS SYSTEM

Unterschiedlich bei Teillast oder Vollgas

Die neue DQS Strategie reagiert bei Teillast und Vollgas unterschiedlich. Im Teillastbereich, wo das System bisher die Einspritzung unterbrochen hat, wird die Intervention nun durch eine Verzögerung des Zündzeitpunkts erzielt, wodurch die Schaltvorgänge im...

KÜHLGEBLÄSE

Weniger thermische Belastung

Zusätzlich zu diesen Änderungen gibt es eine neue Strategie für das Kühlgebläse. Diese Optimierung reduziert die thermische Belastung für Fahrzeug und Fahrer bereits bei straßentypischen Geschwindigkeiten, besonders aber den Hitzestau am Ende von Rennstrecken-Sessions.

DAS UPDATE 2022

Die Modellreihe Panigale V4 erfährt 2022 ein Update und repräsentiert den jüngsten Schritt bei der Entwicklung der Ducati Superbikes. Das Motorrad profitiert von der langjährigen Erfahrung von Ducati Corse und dem kontinuierlichen Transfer von Wissen und Technologien aus der Welt des Rennsports direkt in die Serienproduktion...

DESIGN

Aggressiv und dynamisch

Die Panigale V4 erfährt 2022 einige bedeutende Änderungen, die ihren Stil neu definieren und das Motorrad ästhetisch aggressiver machen. Die brandneue, vom Ducati Centro Stile entworfene Grafik umfasst schwarze Logos auf den roten Verkleidungsteilen. Der Sitz besteht...

WINGLETS

Schlanker und effizienter!

Der aggressive Look der 2022er Panigale V4 Modelle wird besonders durch die Änderungen an der Verkleidung geprägt, die im Vergleich zum Vorgängermodell modifiziert wurde, um die Aerodynamik, basierend auf den kontinuierlichen Updates in der MotoGP, zu verbessern. In...

VERKLEIDUNG

Bessere Kühlung, mehr Leistung!

Die Verkleidung wurde aerodynamisch optimiert und mit zusätzlichen Luftkanälen ausgestattet, um die Kühlung und damit die Leistung des Motors zu verbessern. Über eine kleine Öffnung auf der linken Verkleidungsseite wird auch die Kühlung des Quickshifters verbessert.

DER DUCATI FAKTOR

Es ist für die meisten wenig überraschend dass Ducati in punkto Leistung und Design mit der Panigale Modellreihe neue Standards gesetzt hat. Das nun aber auch Betriebs- und Servicekosten reduziert wurden könnte den ein oder anderen überraschen...

RACE INSPIRED

Mit dem Know-How von 32 WM-Titeln!

Ducati hat in der Superbike-Weltmeisterschaft und MotoGP Klasse unzählige Rennen und Titel gewonnen. Jede Ducati ist ein Konzentrat der Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten Rennsporterfahrung. Die V4 Modelle sind die ersten, die sich nun im Punkto Motor an der MotoGP...

LEISTUNG

1,23 PS pro kg Trockengewicht!

Die Panigale V4 war die erste in Serie produzierte Ducati mit einem Vierzylinder-Motor, direkt von der Desmosedici aus der MotoGP abgeleitet. Mit einem Hubraum von 1.103 ccm, mittlerweile 215,5 PS und einem Leistungsgewicht von 1,23 PS pro kg setzt die Panigale V4 22...

BETRIEBSKOSTEN

Hohe Kosten sind ein Gerücht!

Wer meint, Ducatis wären wegen ihrer einzigartigen Desmodromik wartungsintensiver, liegt völlig falsch. Ganz im Gegenteil. Dank hoher Fertigungspräzision und laufend optimierter Materialien ist ein Ventilservice nur mehr alle 24.000 Kilometer erforderlich. Damit können...

ELEKTRONIK

MotoGP und Superbike Weltmeistertitel sind gut. Doch was hat der Kunde davon? Jährlich finden bei Ducati die modernsten und leistungsfähigsten Fahrassistenz-Systeme ihren Weg vom Profi-Rennsport in die Serie. Für den Kunden bedeutet das mehr Fahrspaß, bei höherer Sicherheit...

RIDING MODES

Neue Strategie mit Race A und B!

Das Riding-Mode-System erlaubt es dem Fahrer auch während der Fahrt eine Vielzahl von Parametern mit wenigen Schritten zu ändern. Bei den Panigale V4 Modellen wird nun eine neue Mode-Strategie eingeführt. Diese ermöglicht dem Fahrer auf der Rennstrecke rasch zwei...

BOSCH CORNERING ABS

Eine Frage der Sicherheit!

Die neueste Generation des Bosch Schräglagen-ABS verfügt nun über eine „Cornering“ Funktion, die das Bremsen in Schräglage noch effektiver und sicherer macht. Die Intervention ist am Bremshebel kaum mehr wahrzunehmen und das System ändert zusätzlich je nach...

DUCATI TRACTION CONTROL

The next Level: DTC EVO 3

Die Ducati Traction Control (DTC) EVO 3 implementiert die neuesten Erkenntnisse von Ducati Corse und spiegelt sich in einem neuen Steueralgorithmus wider. Wenn der Fahrer am Ausgang einer Kurve das Gas öffnet, kann es normalerweise zu einem unerwünschten und...

MOTOR

Zum ersten Mal in Serie: Der neue Desmosedici Stradale ist das Ergebnis aus Ducati Tradition und MotoGP Know-How. Er bringt die Vorteile eines V4 Motors mit sich, ohne auf den unglaublichen Sound eines klassischen Ducati V2 Motors zu verzichten...

MOTORKONZEPT

90-Grad-V4, ein Racing-Triebwerk!

Die Synergien mit Ducati Corse münden in einem kompakten, leichten und leistungsstarken Motor. Bei der 90-Grad-V-Bauweise gleichen sich die Massenkräfte erster Ordnung auf natürliche Weise aus, was eine Ausgleichswelle zur Eliminierung der Vibrationen erübrigt. Das...

ZÜNDUNG

Twin Pulse Zündfolge!

Ein V4-Motor mit einem Hubzapfenversatz von 70 Grad erzeugt eine „Twin Pulse“ Zündfolge, die der Arbeitsweise eines doppelten Zweizylinders entspricht. Die Besonderheit ergibt sich dadurch, dass die beiden linken, wie auch die beiden rechten Zylinder nahezu zeitgleich...

KURBELWELLE

Gegenläufig gedreht!

Üblicherweise dreht die Kurbelwelle bei Serienmotorrädern in der gleichen Richtung wie die Räder. In der MotoGP dominieren stattdessen in entgegengesetzter Richtung laufende Kurbelwellen, weil sie zwei Aspekte der Fahrdynamik positiv beeinflussen: Die gyroskopische...

FAHRWERK - BREMSE

215 PS auf den Boden zu bringen ist nicht einfach - dazu braucht es auch das richtige Fahrwerk. Ducati setzt, wie in der MotoGP, auf Top-Komponenten. Brembo Bremszangen, eine komplett neue Rahmen-Technologie sorgen und voll einstellbare Federelemente sorgen dafür, dass nichts mehr schief gehen kann...

RAHMEN

Front-Frame-Technologie - leicht, trotzdem steiff!

Das Gewicht liegt fahrfertig vollgetankt unter 200 kg, ein Wert der mit einem herkömmlichen Perimeterrahmen nicht erreichbar gewesen wäre. Aus diesem Grund wurde ein "Front-Frame" mit dem Desmosedici Stradale Motor als tragendes Element entschieden. Diese Lösung ist...

FAHRWERK

Hochwertigste Komponenten von Showa und Sachs

Der Panigale V4 ist mit einer 43 mm Showa Big-Piston-Fork (BPF) ausgestattet, voll einstellbar in Druck-, Zugstufe und Federvorspannung. Ein Sachs-Lenkungsdämpfer vervollständigt das Frontend-Paket. Für die Hinterradfederung kommt ebenfalls ein voll einstellbares Sachs...

SEKUNDÄRRAHMEN

Leichtbau durch Magnesium und Aluminium

Ein weiterer Pluspunkt des Front-Frame-Konzepts ist die Tatsache, dass die seitlichen Rahmenelemente deutlich kürzer sind und so ein kompaktes und schlankes Layout möglich wurde. Der Hauptrahmen wird durch einen leichten vorderen Rahmen aus Magnesium und einem im...

AUSSTATTUNG

Ob nun die Verwendung von modernster LED-Technologie oder die Verwendung von hochwertigsten Werkstoffen wie Carbon, Magnesium oder Titanium, Ducati legt stets Wert auf Qualität und Innovation...

BREMSE/KUPPLUNG

Selbstentlüftende Systeme!

Bereits geringste Mengen Luft in einem Hydraulik System, egal ob Kupplung oder Bremse, führten in der Vergangenheit zu einem schwammigen Druckpunkt. Gestern musste man noch eine Werkstätte aufsuchen und das System entlüften lassen. Heute sind sowohl Brems- wie auch...

BELEUCHTUNG

Aggressive Optik und Full-LED

Die Scheinwerferform betont die die aggressive Optik. Der Voll-LED-Scheinwerfer verfügt über ein V-förmiges Tagfahrlicht. Das flügelförmige Rücklicht ist ebenfalls mit LED-Technologie ausgestattet.

MOTORGEHÄUSEDECKEL

Magnesium, jedes Gramm zählt!

Wer Gewichtsrekorde brechen möchte, darf sich durch Herstellungskosten nicht abschrecken lassen. Konsequenter Leichtbau ist folglich auch bei allen Motorgehäusedeckeln zu finden. Zylinderkopfdeckel, die Ölwanne, der Lichtmaschinendeckel und die zweiteilige...

Technische Daten

RAHMEN - SCHWINGE

Ducati Front-Frame-Konzept (Aluminium), Sachs Lenkungsdämpfer, Aluminium-Einarmschwinge

GABEL

Hydraulische Showa BPF-USD-Gabel, einstellbar in Zug-, Druckstufe und Vorspannung (BPF = Big Piston Fork), 43mm Standrohrdurchmesser, 120mm Federweg

FEDERBEIN

Progressives Sachs Mono-Federbein einstellbar in Zug-, Druckstufe und Vorspannung, 130mm Federweg

RÄDER

5/10-Speichen-Leichtmetallfelgen - 3,50 x 17 / 6,00 x 17, Bereifung 120/70-ZR17 / 200/60-ZR17

BREMSE VORNE

Hydraulische Zweischeibenbremsanlage mit Bosch EVO-Kurven-ABS-System, Funktionsweise einstellbar, 330mm Bremsscheiben (schwimmend), Brembo 4-Kolben-Monoblock-Bremszangen Stylema (feststehend), radial montiert, Bremszylinder Brembo PR16/19-21 Radial (Selbstentlüftend)

BREMSE HINTEN

Hydraulische Einscheibenbremsanlage mit Bosch EVO-Kurven-ABS-System, Funktionsweise einstellbar, 245mm Bremsscheibe (schwimmend), Brembo 2-Kolben-Bremszange P34C (feststehend), Bremszylinder Brembo PS13

MOTOR

4-Zylinder 4-Takt-DOHC-Desmosedici-Stradale-Einspritzmotor
90° V4, gegenläufig drehende Kurbelwelle, Wasserkühlung
4-Ventil-DOHC-Desmodromik (Zahnräder)
1103 ccm - 81,0mm Bohrung - 53,5mm Hub - Verdichtung 14,0:1 (±0,5)

GETRIEBE - KUPPLUNG

6-Gang-Getriebe mit Fußschaltung, Ducati-Quick-Shift Up/Down (DQS EVO2)
Hydraulisch betätigte Anti-Hopping Mehrscheiben-Kupplung im Ölbad (Self-Servo-System), selbstentlüftend

LEISTUNG - DREHMOMENT - GEWICHT

216 PS - 159 kW bei 13.000 Umin *
124 Nm Drehmoment bei 9.500 U/min *
198 kg Fahrfertig **

ABMESSUNGEN - TANKVOLUMEN

2095 x 750 x 1167mm (Länge x Breite x Höhe)
1469mm Radstand, 850mm Sitzhöhe
17,0 Liter Aluminiumtank

SERVICEINTERVALLE - GARANTIE

1.000 - 24.000 und alle weiteren 24.000 Km (Ölwechsel alle 12.000 Km)
24 Monate Garantie ohne Kilometerbegrenzung

EMISSIONEN - VERBRAUCH

CO2-Emission: 175 g/km (Abgasnorm Euro 5)
Verbrauch: 7,6 l/100 km
Nahfeldpegel: 105dB(A) bei 6500 Umin

ROT

31.695,00 €

CO2: 175 g/km | NoVA: 30%+500,00***
105 dB(A) Nahfeldpegel

* Leistung - Drehmoment

Die angegebenen Leistungs- und Drehmomentwerte entsprechen den homologierten und in den Zulassungsdokumenten angeführten Daten und wurden auf einen Motorprüfstand (ausgebauter Motor, fix mit dem Prüfstand verbunden) nach den Regularien der Fahrzeughomologation gemäß EU-Richtlinie ermittelt. In der Vergangenheit wurde die Motorleistung auch mit einem herkömmlichen Rollenprüfstand (Fahrzeug wird auf einem Prüfstand aufgespannt und die Leistung wird über das Hinterrad an eine Rolle übertragen) ermittelt und angegeben. Diese üblicherweise bei nachträglichen Leistungsmessungen verwendete Messmethode liefert bei gleichen Motoren meist abweichende Ergebnisse.

 

** Gewicht Fahrfertig

Die Masse eines Fahrzeugs in fahrbereitem Zustand wird bestimmt durch die Messung der Masse des unbeladenen Fahrzeugs, das für den normalen Betrieb bereit ist, und umfasst die Masse der Flüssigkeiten, der Standardausrüstung (Zubehör wie Koffersysteme bleiben hier unberücksichtigt) gemäß den Spezifikationen des Herstellers, des „Kraftstoffs“ in den Kraftstoffbehältern, die zu mindestens 90% ihres Fassungsvermögens gefüllt sind.

 

*** Berechnung der Normverbrauchsabgabe

Bis 31.12.2019 wurde die Normverbrauchsabgabe (NoVA) vom Hubraum abgeleitet. Seit 01.01.2020 muss die NoVA gemäß StRefG 2020, Artikel 12, § 6 Abs. 1 auf Basis des CO2 Wertes ermittelt werden. Dazu sind folgende Formeln anzuwenden:
NOVA in %: CO2 in g/km minus 55 dividiert durch 4 (gerundet auf vollen Prozentsatz, maximal 20%)
NOVA Aufschlag: Euro 20,00 für jeden g/km über 150 g/km CO2
NOVA bis 125ccm: Für Fahrzeuge mit nicht mehr als 125ccm beträgt der Steuersatz 0%

 

Unverbindlich empfohlene Verkaufspreise inkl. 20% Mehrwertsteuer und Normverbrauchsabgabe. Änderungen in Preis, Technik und Ausstattung vorbehalten.

LEICHTBAU, EIN TEIL DER DUCATI DNA

 

Ab einem gewissen Punkt, abhängig von Talent, Routine und Risikobereitschaft, kann Motorleistung vom Fahrer nicht mehr umgesetzt werden. Von Gewichtsreduktion profitiert jeder. Weniger Gewicht heißt mehr Spaß, mehr Sicherheit aber auch höhere Produktionskosten.

Dürften Ducatis schwerer sein, könnte man auf den Einsatz von Werkstoffen wie Aluminium, Magnesium, Carbon oder gar Titanium verzichten. Aufwendige Produktionsverfahren wie zum Beispiel das Vakural-Gußverfahren wären ebenfalls nicht vonnöten.  Aber ein  guter Weinbauer panscht nicht mit Chemie und eine Ducati wird nicht schwerer gemacht. So einfach ist das, ist doch Leichtbau ein wesentlicher Teil der Ducati DNA. Nachstehend finden sich interessante Informationen von Materialien die bei Ducati zum Einsatz kommen.

Elementar und grundlegend. Das Geheimnis von Kohlenstoff ist seine Molekularstruktur, die es ihm gestattet, unterschiedliche Formen anzunehmen, vom weichsten Graphit bis hin zum härtesten Diamanten. In seiner verführerischsten Form kennt man Kohlenstoff als dünne Fasern, die präzise gewebt, in Epoxid verklebt, von Hand in Form gelegt und in einem Druckgefäß gehärtet werden. Dieser Kohlenfaser-Verbundstoff, auch bekannt als Carbon - besitzt ein außergewöhnliches Stärke-Gewichts-Verhältnis und eine hervorragende Festigkeit, die vor allen Dingen durch unterschiedliche Faserkonstruktionen optimiert werden kann, sodass Komponenten genau die Struktureigenschaften erhalten, die dafür gewünscht sind.
Wolfram ist eine seltene Substanz mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle. Seine extreme Dichte bedeutet, dass ein Stück reines Wolfram unglaublich schwer ist. Aus diesem Grund ist das Metall hervorragend als Ausgleichskomponente geeignet. Klein bei minimaler Masse, können Wolfram-Gegengewichte mit größter Präzision angebracht werden. Ein Paradoxon, das auf höchstem Niveau technischer Leistung genutzt wird. In ausschlaggebenden drehenden Komponenten, wo Fliehkräfte strategisch eingesetzt werden muss, gestattet die Verwendung von Wolfram die leichteste und optimal ausbalancierte Gesamtstruktur zu erzielen.
Ätherisch und schwer zu fassen, widerspricht Lithium der allgemeinen Vorstellung von einem Metall, weil es so leicht ist, dass es sogar schwimmt. Als eines der drei Elemente zusammen mit Helium und Wasserstoff, schreibt man Lithium schon seit Anbeginn der Zeiten eine unglaubliche Energie zu. Es wird genutzt, um leistungsfähige und kompakte Lithium-Ionen-Batterien herzustellen, die trotz erheblicher Gewichtseinsparung dieselben Leistungen erbringen.
Magnesium, aus den weißglühenden Gasen im Herzen der Supernovas entstanden, erfordert besondere Sorgfalt bei der Bearbeitung. In Kombination mit anderen Elementen wird seine „Launenhaftigkeit“ abgeschwächt und unter Anwendung modernster Fertigungstechnik zu einem Material der Superlative. Es ist leichter und stärker als Aluminium und bietet gleichzeitig eine außergewöhnliche Vibrationsdämpfung - die perfekte Voraussetzung für Hochleistungskomponenten, für die ein möglichst niedriges Gewicht und Festigkeit ohne der Notwendigkeit hoher Steifheit besonders bedeutend ist.
Das in der Erdkruste am häufigsten vorkommende Metall ist Aluminium. Es ist schwierig und energieaufwändig aus Eisenerz zu gewinnen. Der Grund dafür ist einfach: mit einem Drittel der Dichte von Stahl und der Hälfte von Titan kann Aluminium die ideale Wahl für ein extrem leichtes Gewicht darstellen. Seine Kombination mit anderen Metallen korrigiert seine natürliche Weichheit und schafft ein steifes, leichtes und festes Material mit höchster Korrosionsbeständigkeit. Ein solches Material, eine exotische Legierung aus Aluminium und Zink, Ergal (auch Duraluminium genannt), besitzt überlegene Stärke, Leichtigkeit und Haltbarkeit und wird häufig für anspruchsvolle Anwendungen genutzt, wie etwa für die Raumfahrt und den Flugzeugbau.
Titan wurde im 18. Jahrhundert entdeckt, aber seine Herstellung aus Eisenerz ist erst seit den letzten 60 Jahren möglich. Innerhalb dieses Zeitraums ist das Metall so legendär geworden wie die Titanen, nach denen es benannt ist. So stark wie Stahl, aber um 45 % leichter, widersteht Titan jeglicher Korrosion und hat einen unglaublichen Schmelzpunkt von 1660 °C. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Titan sehr teuer und aufwendig in der Bearbeitung, sodass es wirklich nur für Anwendungen in Frage kommt, in denen höchste Leistung gefragt ist. Für leichte Komponenten, die unter Extrembedingungen eingesetzt werden, ist es jedoch das perfekte Material.