MotoGP 2020 - Runde 9 - Le Mans

Danilo Petrucci gelang es nach einem hervorragenden Rennen am Bugatti Circuit in Le Mans seinen zweiten Ducati Sieg zu holen. Dieser Sieg ist außerdem der erste Ducati Sieg auf der französischen Strecke. Dovizioso konnte kurzzeitig die Führung übernehmen, fiel aber gegen Ende des Rennen auf P4 zurück

Es war ein schwieriges Rennen das verschoben wurde, nachdem es kurz vor Rennstart zu regnen begonnen hat. Nach seinem von P3 konnte Danilo Petrucci sofort die Führung übernehmen, gefolgt von Andrea Dovizioso und Jack Miller.

Das Ducati Trio konnte das Rennen für die ersten 2/3 anführen, wurden aber dann von Alex Rins eingeholt, der sich vor allem mit Jack Miller duellierte. Als dieser allerdings aufgrund von technischen Problemen das Rennen beenden musste, konnte Rins zu den anderen beiden Ducatis aufschließen, bis er auch stürzte. Dovizioso hatte Probleme mit der Abnutzung seiner Reifen und wurde kurz vor dem Ende des Rennens von Pol Espargaro und Alex Marquez überholt, was ihm den vierten Platz einbrachte.

Petrucci konnte den Abstand zu seinen Rivalen gut managen und beendete das Rennen mit 1.2 Sekunden Vorsprung auf Marquez. Durch diesen Sieg liegt Petrucci nun auf Platz 10 in der Gesamtwertung, während Dovizioso auf Platz 3 liegt.

Danilo Petrucci (#9 Ducati Team) – Erster

“Es war ein unglaubliches Rennen. Heute Morgen dachte ich mir, dass ich eine gute Performance hinlegen könnte, aber als ich den Regen sah war ich mir nicht mehr sicher. Ich dachte ich habe nichts zu verlieren und vielleicht könnte ich auch im Regen schnell sein. In der Vergangenheit konnte ich bei solchen Konditionen aufs Podium fahren, aber nicht gewinnen. Ich habe lange gewartet um wieder auf die oberste Stufe des Podiums zu steigen und es ist schön das hier in LeMans zu machen, einer Strecke auf der ich mich wirklich wohlfühle. Ich möchte diesen Sieg allen Leuten widmen, die immer an mich geglaubt haben, auch während dieser schweren Zeit.”

Andrea Dovizioso (#04 Ducati Team) – Vierter

“Ich bin etwas enttäuscht, weil ich gedacht habe dass ich heute ein besseres Ergebnis holen könnte. Danilo war sehr schnell und hatte ein sehr gutes Rennen. Ich konnte die meiste Zeit an ihm dranbleiben, aber am Ende hat mich die Reifenwahl eingeholt. Ich hatte einen weichen Vorder- und Hinterreifen und in den Kurven konnte ich das Bike nicht mehr vernünftig bewegen. In solchen Situationen ist die Reifenwahl immer schwierig, weil man nicht weiß, ob die Strecke nass bleibt oder gegen Ende hin schon auftrocknet. Heute konnten wir wichtige Punkte holen und ich bin glücklich über Danilo’s Sieg. Nun bereiten wir uns auf Aragón vor.”