In der Teamwertung gingen Timon Brichard und Patrick Neisser gemeinsam für Ducati an den Start.
Mit insgesamt neun absolvierten Runden und einer Gesamtfahrzeit von 3:22:40,29 Stunden sicherte sich das Ducati Duo den starken 3. Platz in der Teamwertung.
Gerade auf einer Strecke wie in Aspang war dieses Ergebnis alles andere als selbstverständlich. Tiefe Wellen, ausgefahrene Passagen, steile Auf- und Abfahrten sowie das über weite Teile hohe Renntempo verlangten Fahrern und Motorrädern einiges ab. Auch aktuelle Rennberichte zum AspangRace beschreiben die Strecke 2026 als schnell, gleichzeitig aber technisch und körperlich fordernd.
Für Timon Brichard hatte das Wochenende noch eine zusätzliche Bedeutung: Aspang war für ihn der erste Renneinsatz mit der Ducati Desmo450 EDS.
Das Motorrad trat dabei weitgehend im Serienzustand an. Rund zwei Wochen vor dem Rennen wurden lediglich Gabel und Federbein mit etwas härteren Federn ausgestattet, um das Fahrwerk besser auf Timons Fahrergewicht abzustimmen.
Direkt vor Ort folgte anschließend das Feintuning für die besonderen Bedingungen in Aspang. Aufgrund der stark ausgefahrenen Strecke mit zahlreichen tiefen Wellen wurde unter anderem die Zugstufe etwas straffer eingestellt. Ziel war es, dem Fahrwerk bei den hohen Belastungen zusätzliche Stabilität zu geben.
Ansonsten blieb die Desmo450 EDS technisch sehr nah an der Serie.
Auch beim Motormanagement griff Timon auf eine serienmäßig verfügbare Einstellung zurück. Für das vergleichsweise schnelle AspangRace entschied er sich für Mapping 2, das eine direktere und aggressivere Motorcharakteristik bietet und damit gut zu den schnellen Streckenabschnitten passte.
Dass die Desmo450 EDS unterschiedliche vorkonfigurierbare Riding Modes und individuell abstimmbare Elektronikparameter bietet, gehört auch zum Serienkonzept des Motorrads. Ducati setzt bei der Desmo450 EDS unter anderem auf ein elektronisches Paket mit unterschiedlichen Riding Modes, Traktionskontrolle, Launch Control und Motorbremsmanagement.
Das Fazit nach dem ersten Renneinsatz fiel entsprechend positiv aus: Das Motorrad funktionierte auch unter den anspruchsvollen Rennbedingungen zuverlässig und ermöglichte es Timon, über die gesamte Distanz entsprechend zu pushen.
Am Sonntag ging Timon erneut an den Start und konnte auch im Einzelbewerb ein starkes Ergebnis erzielen.
In seiner Klasse belegte er nach fünf Runden und einer Gesamtzeit von 2:02:37,84 Stunden den 2. Platz. Damit folgte auf das Team-Podium ein weiterer Podestplatz für Ducati an diesem Rennwochenende.
Das AspangRace zeigte damit einmal mehr, wie vielseitig die Ducati Desmo450 EDS eingesetzt werden kann. Die Desmo450 EDS wurde von Beginn an als seriennahes Wettbewerbsmodell entwickelt und verbindet den 449,6 cm³ großen Einzylindermotor mit desmodromischer Ventilsteuerung mit einem speziell für den Offroad-Einsatz entwickelten Fahrwerk und umfangreicher Elektronik.
Mit Platz 3 in der Teamwertung und einem weiteren Podiumsplatz im Einzelrennen endete das AspangRace 2026 für Ducati mit einem starken sportlichen Ergebnis.
Gleichzeitig lieferte der erste Renneinsatz der Desmo450 EDS unter den besonderen Bedingungen von Aspang wertvolle Eindrücke: Mit überschaubaren Anpassungen am Fahrwerk und der passenden serienmäßigen Mapping-Einstellung konnte das Motorrad auch auf einer schnellen, stark ausgefahrenen Enduro-Strecke überzeugen.
Ein intensives Rennwochenende, viel Offroad-Action und zwei Podiumsplatzierungen – ein weiterer starker Auftritt für Ducati im österreichischen Offroad-Sport.