MotoGP Runde 8 am Balaton: Triple 100 für Ducati und Marc Márquez

Im Jahr des 100-jährigen Jubiläums von Ducati feiert Marc Márquez im Balaton Park nach seinem Sprint-Sieg am Samstag seinen 100ten GrandPrix-Sieg und mit dem Werksteam den Meilenstein von 100 MotoGP-Siegen für Ducati. Francesco Bagnaia holt am Sonntag mit Platz 3 einen weiteren Platz auf dem Podium.

Das Ducati Lenovo Team beendete den ersten Renntag auf dem Balaton Park Circuit, Austragungsort des achten Rennens der MotoGP-Saison 2026 mit einigen Aufgaben für das richtige Setup. Marc Márquez belegte im Freitags-Training den siebten Platz, während Francesco Bagnaia auf Rang vierzehn landete.

Márquez, der schnellste Fahrer im FP1, blieb den größten Teil des Nachmittags in den Top Ten und zeigte sowohl auf neuen als auch auf gebrauchten Reifen eine hervorragende Pace. In der Schlussphase konnte Marc seine Rundenzeit nicht mehr verbessern. Bagnaia kam in den letzten Augenblicken noch einmal zurück, doch sein Zeitangriff wurde durch einen kleinen Fehler in Kurve 16 beeinträchtigt, der seine Chancen auf den direkten Einzug in Q2 zunichte machte. Er meisterte dann aber am Samstag das Q1 bravourös und kam in Q2 auf die fünftschnellste Zeit. Marc Márquez fuhr im Qualifying die schnellste Zeit und holte sich damit die Pole-Position für den Sprint und den Grand-Prix am Sonntag.

Im Sprint am Samstag gelang Marc Márquez ein perfekter Start, und er konnte sich bereits in den ersten Runden absetzen, bevor er seinen Vorsprung bis zur Zielflagge verteidigte. Bagnaia hatte zwar einen guten Start vom fünften Startplatz, wurde jedoch in Kurve eins außen abgeblockt und verlor einige Positionen. Im weiteren Rennverlauf gelang es Pecco nicht, den Rückstand wieder aufzuholen, und er kam schließlich als Neunter ins Ziel.

Am Sonntag krönte das Ducati Lenovo Team ein perfektes Wochenende im Balaton Park mit dem 100. MotoGP-Sieg, den Marc Márquez einfuhr, der damit gleichzeitig seinen 100. Grand-Prix-Sieg (seinen 74. in der MotoGP) feierte. Francesco Bagnaia komplettierte das Podium auf dem dritten Platz.

Márquez hatte einen guten Start von der Pole-Position, verlor jedoch in der zweiten Runde die Führung. Ab der sechsten Runde holte Marc nach und nach auf Acosta auf, bevor er ihn – nach mehreren Versuchen – in der fünfzehnten Runde überholte und sich dann absetzte, um seinen ersten Sonntags-Sieg der Saison zu sichern. Nachdem er dem Crash einiger Kontrahenten in Kurve eins ausweichen konnte, arbeitete sich Bagnaia in der ersten Runde auf den dritten Platz vor und meisterte die Situation dann klug, um sein drittes Grand-Prix-Podium in Folge zu sichern.

 

Marc Márquez

#93 Ducati Lenovo Team

 SAMSTAG  Die Strategie war klar: als Führender in die erste Kurve gehen und die ersten drei bis vier Runden so angehen, als wäre es ein Qualifying. Alles lief nach Plan, denn sobald mein Vorsprung auf etwa 1,5 bis 2 Sekunden angewachsen war, konnte ich mein Tempo dosieren – vor allem mit Blick auf das morgige Rennen, das ja deutlich länger sein wird. Wir haben in den Linkskurven einen Schritt nach vorne gemacht und müssen das nun auch in den Rechtskurven schaffen, aber das wird schon noch klappen. Dieses Ergebnis bedeutet nicht, dass ich plötzlich meine Kondition in den Griff bekommen habe, sondern einfach, dass wir auf einer Strecke sind, auf der es nur drei Rechtskurven gibt, in denen man wirklich hart pushen muss. Es liegt noch ein Stück Weg vor uns.

 SONNTAG  Wir haben unglaubliche Arbeit geleistet. Das Geheimnis lag meiner Meinung nach darin, dass ich meine Kräfte am Freitag gut eingeteilt habe: So konnte ich am Samstag und vor allem heute in bestmöglicher Verfassung an den Start gehen. Natürlich habe ich heute alles gegeben, und glücklicherweise hat sich die Wahl des Medium-Reifens in der Schlussphase ausgezahlt, sonst wäre es viel schwieriger geworden. Jetzt werden wir sehen, wie es in Brünn und Assen läuft, denn auch hier lief es wieder besser, da es mehr Linkskurven gab. Dieser Sieg kam nach einer schwierigen Zeit mit Operationen und Genesung, aber es hat sich gelohnt. Wie immer müssen wir positiv bleiben und diesen Weg der Genesung weitergehen.

Francesco Bagnaia

#63 Ducati Lenovo Team

SAMSTAG  Wir hatten die Pace, um näher an der Spitze mitzufahren, daher ist es schade um den Start. Die Bedingungen heute waren ziemlich einzigartig, und wenn man sich einmal hinten wiederfindet, wird es sehr schwierig zu überholen. Es stimmt, dass ich sehr hart bremse, aber dann, beim Herausfahren aus der Kurve, wenn man wieder Geschwindigkeit aufnehmen muss, ist das Heck ausgebrochen, und ich habe dadurch viel Boden verloren. Heute hat Marc in Sachen Grip einen Schritt nach vorne gemacht, und ich hoffe, dass wir das vor dem morgigen Rennen auch schaffen. Glücklicherweise bin ich im Qualifying gut gefahren, vor allem nachdem ich Q1 überstanden hatte: Der fünfte Platz ist angesichts der Streckencharakteristik und meines Fahrstils ein sehr gutes Ergebnis. Das Ziel ist es nun, auch im Rennen unter die Top 5 zu kommen.

 SONNTAG  Das erste Ziel für heute war es, einen besseren Start hinzulegen. Zum Glück drehte der Hinterreifen leicht durch, als ich die Kupplung kommen ließ; sonst wäre ich ebenfalls in den Zwischenfall in Kurve eins verwickelt worden. Es gelang mir, Moreira und Marini sofort zu überholen, und dann versuchte ich, an Pedro (Acosta) dranzubleiben, aber ich konnte ihre Rundenzeiten nicht erreichen, da ich weiterhin mit dem Grip zu kämpfen hatte. Als sie mehr Druck machten, konzentrierte ich mich darauf, meinen Vorsprung auf die Fahrer hinter mir zu verwalten. Das Podium ist ein gutes Ergebnis, besonders nach dem schwierigen Start ins Wochenende, da wir so wichtige Punkte sammeln konnten. Wir müssen im Vorfeld der kommenden Rennen weiter an der Stabilität des Motorrads bei Richtungswechseln sowie am Grip arbeiten.

QUALIFYING 2

1. Marc Márquez - Ducati

2. Pedro Acosta - KTM

3. Fermin Aldeguer - Ducati

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SPRINTRACE

1. Marc Márquez - Ducati

2. Pedro Acosta - KTM

3. Marco Bezzecchi - Aprilia

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RACE

1. Marc Márquez - Ducati

2. Pedro Acosta - KTM

3. Francesco Bagnaia - Ducati

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